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NISG 2026 Richtlinie in Österreich für Cybersicherheit

Das Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026) setzt die EU-NIS2 Richtlinie in Österreich um und verschärft die Cybersicherheitsanforderungen für Unternehmen deutlich. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wen das Gesetz betrifft, welche Pflichten gelten und was jetzt zu tun ist.

Die wichtigsten Fakten zum NISG 2026 auf einen Blick:

  • Das NISG 2026 verschärft die gesetzlichen Cybersicherheitsanforderungen in Österreich deutlich.
  • Rund 5.000 Betriebe ab 50 Mitarbeitenden sowie ca. 50.000 Zulieferer sind direkt oder indirekt betroffen.
  • Das Gesetz tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft. Die Registrierung muss bis zum 31. Dezember 2026 erfolgen.
  

Warum gibt es das NISG 2026?

Die NIS2-Richtlinie (Network and Information Security) ist eine EU-Richtlinie zur Stärkung der Cybersicherheit in Europa. Nach dem Beschluss des Nationalrats am 12. Dezember 2025 und der Kundmachung im Bundesgesetzblatt am 23. Dezember 2025 ist das NISG 2026 in Österreich rechtskräftig. Während das alte Recht nur rund 100 Konzerne regulierte, müssen sich künftig rund 5.000 Organisationen auf neue Pflichten einstellen.
 

Wann tritt das NISG 2026 in Kraft?

Das Gesetz hat einen klaren Fahrplan für das Jahr 2026 und darüber hinaus:
  • 1. Oktober 2026 (Inkrafttreten): Ab diesem Tag gilt das NISG 2026 offiziell. Die alten Regelungen treten außer Kraft.
  • Bis 31. Dezember 2026 (Registrierungspflicht): Betroffene Organisationen müssen sich binnen drei Monaten elektronisch bei der zuständigen Cybersicherheitsbehörde melden.
  • Bis 30. September 2027 (Selbstdeklaration): Spätestens 12 Monate nach der Registrierung ist der formelle Nachweis über alle umgesetzten Schutzmaßnahmen fällig.
  

Welche Unternehmen sind von der NIS2-Richtlinie betroffen?

 
Mit dem NISG 2026 wird der Kreis der betroffenen Organisationen massiv erweitert. Man schätzt, dass in Österreich über 5.000 Unternehmen unter die neue Regelung fallen, sowie indirekt 50.000, die diese Gruppe als Lieferanten versorgen – darunter viele KMUs.
 
Ob Ihr Unternehmen dazugehört, hängt von der Branche und der Größe ab. Grundsätzlich betrifft es mittlere und große Unternehmen, die in wesentlichen, wichtigen und gesellschaftlich relevanten Sektoren tätig sind, darunter:
  • Energie, Verkehr, Wasser, Gesundheit
  • Bank und Finanzwesen
  • Digitale Infrastruktur & IT Dienstleister
  • Öffentliche Verwaltung
  • Post- und Kurierdienste
  • Verarbeitendes Gewerbe, Lebensmittel, Chemie, Forschung
 

Welche Rolle spielt die Unternehmensgröße?

Von der NISG 2026-Richtlinie sind Unternehmen mit folgender Größe betroffen:
  • Große Unternehmen: wenn sie zumindest 250 Mitarbeiter: innen beschäftigt oder wenn sie einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro erzielt und sich die Jahresbilanzsumme auf über 43 Millionen Euro beläuft.
  • Mittlere Unternehmen: wenn sie zumindest 50 Mitarbeiter: innen beschäftigt, oder wenn sie einen Jahresumsatz von über zehn Millionen Euro erzielt und sich die Jahresbilanzsumme auf über zehn Millionen Euro beläuft, sofern sie nicht bereits als großes Unternehmen gilt.

Kleine Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeiter: innen und unter 10 Millionen Euro Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme fallen nicht unter NISG 2026, können aber indirekt betroffen sein, etwa als IT Dienstleister oder Lieferanten von NISG 2026 pflichtigen Organisationen.

 
Welche neuen Anforderungen gibt das NISG 2026 vor?

  
Das NISG 2026 verlangt den Aufbau eines modernen, zertifizierbaren Risikomanagements. Der Fokus liegt dabei auf Ausfallsicherheit und Prävention.
 

Wie sieht ein gesetzeskonformes Risikomanagement aus? 

Unternehmen müssen technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen nach dem aktuellen Stand der Technik implementieren.
Dazu zählen:
  • Umfassende Risikoanalysen und dokumentierte Sicherheitskonzepte
  • Etablierte Prozesse zur Bewältigung von IT-Sicherheitsvorfällen
  • Strategien für Business Continuity und krisenfestes Disaster Recovery
  • Durchgängige Verschlüsselungstechnologien und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
  • Regelmäßige Cybersicherheits-Schulungen für die gesamte Belegschaft
 

Wer haftet bei Missachtung?

Das Gesetz legt den Fokus stark auf die Verantwortlichkeit der Leitungsorgane: Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen sind ausdrücklich Managementaufgabe, inklusive einer Verpflichtung zu regelmäßigen Schulungen. Damit wird Cybersicherheit nicht nur als IT-Thema, sondern als Bestandteil der Unternehmenssteuerung normiert.
 

Wie funktionieren die neuen Meldepflichten bei Cybervorfällen?

Bei schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen greift ein strikter, mehrstufiger Meldeprozess: 
  • innerhalb von 24 Stunden: Abgabe einer ersten Frühwarnung an die Behörden
  • innerhalb von 72 Stunden: Übermittlung einer detaillierten Vorfallmeldung mit Schadensanalyse.
  • Spätestens nach 30 Tagen: Einreichung des finalen Abschlussberichts
 
In Österreich übernimmt das neu geschaffene Bundesamt für Cybersicherheit im Bundesministerium für Inneres die Aufsicht.
 

Checkliste: Wie setzen Unternehmen das NISG 2026 erfolgreich um?

 
  1. Betroffenheit prüfen (Sektor, Größe, Lieferkette)
  2. Bestehende IT und Sicherheitsmaßnahmen analysieren
  3. Sicherheit der Lieferketten prüfen
  4. Risikomanagement und IncidentResponse aufsetzen
  5. Verantwortlichkeiten auf Management Ebene klären
  6. Mitarbeiter*innen und Führungskräfte schulen

Wer jetzt vorbereitet ist, reduziert nicht nur rechtliche Risiken, sondern stärkt auch die eigene Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.
 

kabelplus als Partner zur Umsetzung der NISG 2026-Richtlinie

  
Als etablierter Anbieter im Bereich Telekommunikation unterstützt kabelplus Unternehmen bei der Erfüllung der NISG 2026-Anforderungen.
 
Unser Managed Firewall Service bildet einen zentralen Baustein für Ihre Netzwerksicherheit und beinhaltet:
 
Kontinuierliche Sicherheitsanalyse:
  • Laufende Security Analysis Reports
  • Sicherstellen aktueller Security Policies und Maßnahmen
 
Technische Schutzmaßnahmen:
  • Multi-Faktor-Authentifizierung
  • End-to-End-Verschlüsselung
  • VPN zur sicheren Verbindung
  • Firewall-Clustering für höchste Verfügbarkeit

Business Continuity:
  • Definiertes Disaster Recovery
  • Regelmäßiges Firewall-Backup
  • Service-Verträge (Basic: Mo-Sa 7-19:00, Premium 24/7)

Expertise und Beratung:
  • Beratungsgespräch und Firewall-Konfiguration
  • Laufende Updates und Upgrades
  • Professionelle Konfiguration für optimalen Schutz

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Gemeinsam sorgen wir für Ihre digitale Sicherheit.
    

Häufige Fragen zu NISG 2026

 

Wann tritt das NISG 2026 in Kraft?

Das Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026) tritt in Österreich am 1. Oktober 2026 in Kraft. Es wurde am 23. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt kundgemacht, wodurch Unternehmen eine neunmonatige Übergangsphase zur Vorbereitung erhalten haben. Mit diesem Stichtag löst es das bisherige NISG 2018 offiziell ab.
 

Was ist das NISG 2026 in Österreich?

Das NISG 2026 ist das nationale Gesetz, mit dem Österreich die verschärfte EU-Cybersicherheitsrichtlinie NIS-2 in verbindliches Recht umsetzt. Es verpflichtet Unternehmen in kritischen Sektoren zur Einhaltung strenger IT-Sicherheitsstandards und führt ein neues Bundesamt für Cybersicherheit als zentrale Aufsichtsbehörde ein. Ziel ist es, die digitale Widerstandsfähigkeit der österreichischen Infrastruktur und Wirtschaft maßgeblich zu stärken.
 
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