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Fake News erkennen: So schützen Sie sich vor Falschmeldungen

Täglich erreichen uns hunderte Nachrichten über soziale Medien, Messenger-Dienste und Nachrichtenportale. Doch nicht alles, was viral geht, entspricht der Wahrheit. Fake News verbreiten sich heute schneller als je zuvor und können erheblichen Schaden anrichten. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Falschmeldungen erkennen und sich effektiv davor schützen.
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Die wichtigsten Fakten zu Fake News auf einen Blick:
  • Fake News sind bewusst verbreitete Falschinformationen
  • Fake News verbreiten sich schneller als echte Nachrichten
  • Besonders häufig von Fake News betroffen: Gesundheitsthemen, Politik und Krisensituationen
  • Medienkompetenz ist der beste Schutz vor Desinformation
 

Was sind Fake News?

Fake News sind bewusst verbreitete Falschinformationen, die als echte Nachrichten getarnt werden. Sie unterscheiden sich von einfachen Fehlern oder Irrtümern durch ihre gezielte Absicht zu täuschen.

Typische Formen von Fake News sind:
  • Komplett erfundene Geschichten ohne reale Grundlage
  • Manipulierte Bilder oder Videos (Deepfakes)
  • Aus dem Kontext gerissene Zitate oder Statistiken
  • Clickbait mit irreführenden Überschriften

Die Motivation hinter Fake News reicht von finanziellen Interessen über politische Manipulation bis hin zur gezielten Meinungsbeeinflussung.
 

Wie verbreiten sich Falschmeldungen so schnell?


Die Verbreitung von Fake News folgt bestimmten digitalen Mechanismen, die ihre Reichweite dramatisch erhöhen:
  • Algorithmische Verstärkung: Soziale Netzwerke bevorzugen Inhalte mit hoher Interaktionsrate. Emotionale und kontroverse Fake News erzeugen mehr Reaktionen und werden dadurch häufiger angezeigt.
  • Emotionale Trigger: Falschmeldungen nutzen gezielt Gefühle wie Angst, Wut oder Empörung. Diese Emotionen führen dazu, dass Menschen Inhalte impulsiv teilen, ohne sie zu prüfen.
  • Echo-Kammern: In geschlossenen Gruppen und Filterblasen werden gleichgesinnte Meinungen verstärkt. Kritische Gegenstimmen fehlen, wodurch Fake News unwidersprochen bleiben.
  • Schnelligkeit vor Genauigkeit: Der Druck, als Erster zu informieren, führt dazu, dass viele Menschen Nachrichten weiterleiten, bevor sie diese verifiziert haben.
  • Vertrauen in persönliche Kontakte: Nachrichten von Freunden und Familie werden weniger kritisch hinterfragt als Inhalte von unbekannten Quellen.


Was macht Fake News so gefährlich?


Die Auswirkungen von Desinformation gehen weit über einzelne Falschmeldungen hinaus:
  • Gesundheitliche Risiken: Falsche medizinische Ratschläge können zu lebensbedrohlichen Entscheidungen führen. Während der Pandemie führten Fake News zu riskanten Selbsttherapien.
  • Gesellschaftliche Spaltung: Gezielte Desinformation schürt Misstrauen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und untergräbt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Manipulation demokratischer Prozesse: Falschinformationen beeinflussen politische Meinungsbildung und können Wahlergebnisse verfälschen.
  • Vertrauensverlust in Medien: Wenn Menschen nicht mehr unterscheiden können, was wahr ist, verlieren auch seriöse Nachrichtenquellen an Glaubwürdigkeit.
  • Wirtschaftlicher Schaden: Falschmeldungen über Unternehmen können Aktienkurse beeinflussen und Existenzen gefährden.

 
So erkennen Sie Fake News

 
Die gute Nachricht: Mit etwas Übung und den richtigen Werkzeugen können Sie die meisten Falschmeldungen erkennen. Entwickeln Sie eine gesunde Skepsis und überprüfen Sie Nachrichten, bevor Sie diese weiterleiten. Diese 7 Warnsignale sollten Sie auf jeden Fall kennen:
 
  1. Reißerische Überschriften: Übertriebene Formulierungen wie "Skandal!", "Unglaublich!" oder "Das verschweigen die Medien!" sind Alarmsignale. Seriöse Quellen nutzen sachliche Sprache.
  2. Unbekannte oder dubiose Quellen: Prüfen Sie das Impressum und die Über-uns-Seite. Fehlen Angaben zum Herausgeber oder ist die Website erst kürzlich registriert worden? Vorsicht geboten!
  3. Fehlende Quellenangaben: Seriöse Artikel nennen ihre Quellen und verlinken zu Originaldokumenten. Vage Formulierungen wie "Experten sagen" oder "Studien beweisen" ohne konkrete Nennung sind verdächtig.
  4. Emotionale Manipulation: Texte, die stark auf Ihre Gefühle abzielen und Sie zu schnellen Reaktionen drängen, sollten Sie besonders kritisch prüfen.
  5. Veraltete oder manipulierte Bilder: Ein Foto aus einem anderen Kontext oder von einem früheren Ereignis wird als aktueller Beweis präsentiert. Eine Rückwärtssuche deckt dies auf.
  6. Grammatik- und Rechtschreibfehler: Während auch seriöse Medien gelegentlich Fehler machen, deuten gehäufte sprachliche Mängel auf unprofessionelle Quellen hin.
  7. Keine anderen Medien berichten: Wenn eine angeblich sensationelle Nachricht nur auf einer einzigen Website erscheint, ist sie wahrscheinlich falsch. Wichtige Ereignisse werden von mehreren unabhängigen Quellen aufgegriffen.
 

Nützliche Tools und Websites für den Faktencheck

 
Sie wollen selbst etwas gegen Fake News tun? Mit diesen Tools können sie Falschmeldungen besser erkennen und zur Aufklärung beitragen.
 

Google Bilder-Rückwärtssuche – Findet die Originalquelle von Fotos

Laden Sie einfach ein verdächtiges Bild hoch oder fügen Sie die Bild-URL ein, und Google zeigt Ihnen, wo das Foto bereits verwendet wurde. So erkennen Sie schnell, ob ein angeblich aktuelles Foto tatsächlich Jahre alt ist oder aus einem völlig anderen Kontext stammt.
 

Mimikama.at – Österreichischer Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch

Die Plattform deckt täglich Falschmeldungen, Betrugsversuche und Kettenbriefe auf, die im deutschsprachigen Raum kursieren. Besonders wertvoll: Sie können verdächtige Inhalte direkt zur Prüfung einreichen und erhalten kompetente Einschätzungen.
 

whois.net – Zeigt, wann eine Website registriert wurde 

Geben Sie die Domain ein, um herauszufinden, wer die Website betreibt und seit wann sie existiert. Wurde eine vermeintliche Nachrichtenseite erst vor wenigen Wochen registriert, ist große Vorsicht geboten. Seriöse Medien haben meist eine lange Online-Geschichte.
  

Der beste Schutz vor Fake News: Medienkompetenz 

 

Technische Tools helfen, Fake News zu erkennen, doch der nachhaltigste Schutz ist digitale Bildung. Medienkompetenz bedeutet, kritisch mit Informationen umzugehen und die Mechanismen hinter digitaler Kommunikation zu verstehen.
 

Kinder und Jugendliche vorbereiten 

Junge Menschen wachsen mit digitalen Medien auf, sind aber besonders anfällig für Desinformation. Sie benötigen Unterstützung, um Fake News zu erkennen und verantwortungsvoll mit Informationen umzugehen. Praktische Tipps und Ressourcen für Eltern finden Sie in unserem Ratgeber zur Medienkompetenz.
 

Die ältere Generation sensibilisieren 

Oft fehlt älteren Generationen die Erfahrung mit digitalen Medien und den Tricks der Desinformation. Gezielte Aufklärung und niederschwellige Bildungsangebote sind hier besonders wichtig. Erklären Sie älteren Familienmitgliedern geduldig die Warnsignale und zeigen Sie ihnen die Faktencheck-Tools.
 

Kontinuierliches Lernen 

Die Methoden der Desinformation entwickeln sich ständig weiter. Bleiben Sie informiert über neue Trends wie Deepfakes und KI-generierte Inhalte.
 

Mit kabelplus digitale Kompetenzen steigern 

 

Wenn Sie sich effektiv vor Fake News schützen wollen, ist der Ausbau Ihrer digitalen Kompetenzen der Schlüssel. kabelplus unterstützt Sie dabei mit praktischen Angeboten: Workshops für alle Altersgruppen: In unseren Veranstaltungen „Jetzt kenn i mi aus" vermitteln wir Ihnen fundiertes Wissen zu Computer, Smartphone, künstlicher Intelligenz und digitaler Sicherheit. Erfahrene Trainer zeigen Ihnen praxisnah, wie Sie sich sicher im Internet bewegen.
 

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