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Künstliche Intelligenz und Datenschutz – Chancen und Risiken

Sicherer Datenschutz ist das Fundament für den Erfolg von Künstlicher Intelligenz. Nur wenn KI-Systeme transparent und gesetzeskonform mit Daten umgehen, profitieren Nutzer und Unternehmen nachhaltig. Die Kombination aus DSGVO und der neuen KI-VO (AI Act) schafft in Europa einen weltweit einzigartigen Sicherheitsstandard für Ihre digitalen Informationen.
©Raimo Rudi Rumpler
Die wichtigsten Fakten zum Verständnis von künstlicher Intelligenz und Datenschutz auf einen Blick:
 
  • KI-Systeme benötigen Daten zum Lernen und Arbeiten
  • Personenbezogene Daten unterliegen strengen Schutzvorschriften
  • Die KI-Verordnung ergänzt die DSGVO durch spezifische Regelungen
  • Unternehmen tragen Verantwortung für datenschutzkonforme KI-Nutzung

Was ist KI? 

 
Künstliche Intelligenz bezeichnet Systeme, die eigenständig lernen, Muster erkennen und Entscheidungen treffen können. Rechtlich definiert die EU Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI VO) ein KI System als ein computergestütztes System, das nach dem Start eigenständig agiert und sich anpasst. Es verarbeitet Eingaben, um Vorhersagen oder Inhalte (z. B. Texte, Bilder) zu erstellen, die physische oder digitale Umgebungen beeinflussen.
 
KI ist heute in vielen Anwendungen integriert – von Chatbots über Sprachassistenten bis hin zu smarten Analyse Tools. Mit ihrer wachsenden Bedeutung steigen jedoch die Anforderungen an Datenschutz und Privatsphäre. Sie möchten KI-Tools direkt ausprobieren? Wir erklären Ihnen praktische KI Tools und wie Sie diese effizient einsetzen.

 

Welche Daten nutzt die KI?

 
KI Modelle benötigen große Mengen an Informationen, damit sie lernen und gute Ergebnisse liefern können. Man unterscheidet:
 
  • Strukturierte Daten: Das sind klar organisierte Daten, z. B. Tabellen mit Namen, Zahlen und definierten Attributen. Diese sind besonders leicht zu analysieren und für KI Modelle nutzbar.
  • Unstrukturierte Daten: Dazu zählen Texte, Bilder, Videos oder Tonaufzeichnungen. Sie sind komplexer, enthalten aber oft viele wertvolle Informationen für KI Anwendungen.
  • Datenquellen: KI Systeme greifen auf unterschiedlichste Quellen zurück: Soziale Netzwerke, Sensoren, Webseiten, Nutzereingaben oder öffentliche Datenbanken. Je hochwertiger die Datenbasis, desto präziser arbeitet die KI.
 

Welche KI-Gefahren sollten Sie kennen?

 
Trotz aller Vorteile existieren ernsthafte KI-Gefahren, insbesondere beim Schutz Ihrer Privatsphäre. Ein unbedachter Umgang führt schnell zu rechtlichen und persönlichen Risiken:
 
  • Datenschutzverletzungen: Unzureichend gesicherte Daten können kompromittiert werden, was schwerwiegende Folgen für Betroffene haben kann.
  • Zweckentfremdung: Einmal erhobene Daten fließen ohne erneute Zustimmung in andere KI-Trainingsmodelle.
  • Algorithmen-Diskriminierung: Vorurteile in den Trainingsdaten führen zu systematischen Benachteiligungen bestimmter Personengruppen.
  • Sicherheitsrisiken: Große Datensätze sind attraktive Ziele für Cyberangriffe. Datenlecks können besonders schwerwiegende Folgen haben, wenn sensible Informationen betroffen sind.
  • Kontrollverlust: Nutzer wissen oft nicht, welche Daten über sie gesammelt werden und wie KI-Systeme diese verwenden. Dies beeinträchtigt die informationelle Selbstbestimmung.
 

Was sind sensible Daten? 

Besonders schützenswerte Daten unterliegen strengeren rechtlichen Anforderungen. Die DSGVO definiert folgende Kategorien sensibler Daten:
 
  • Gesundheitsdaten und medizinische Informationen
  • Biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung (Fingerabdrücke, Gesichtserkennung)
  • Genetische Daten
  • Informationen über ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung
  • Politische Meinungen und Gewerkschaftszugehörigkeit
  • Sexuelle Orientierung
 
Die Verarbeitung dieser Daten ist grundsätzlich verboten, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Einwilligung oder ein gesetzlicher Ausnahmetatbestand vor. KI-Systeme, die solche Daten verarbeiten, müssen besonders hohe Schutzstandards erfüllen.
 

Wie arbeiten DSGVO und KI-VO zusammen?

 
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die KI-Verordnung (AI Act) bilden gemeinsam den rechtlichen Rahmen für KI in Europa: Während die DSGVO den Schutz personenbezogener Daten regelt, setzt die KI-VO Standards für die Sicherheit der Systeme selbst.

In der Praxis bedeutet das: Verarbeitet eine KI personenbezogene Daten, müssen beide Gesetze gleichzeitig erfüllt sein. Bei Widersprüchen greift in der Regel die strengere Schutzvorschrift. Damit sichert die EU, dass Innovation nicht auf Kosten Ihrer Grundrechte geht.
 

Welche Besonderheiten gibt es in der KI-VO?

KI VO und DSGVO haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die DSGVO schützt personenbezogene Daten und Persönlichkeitsrechte. Die KI-VO setzt Standards dafür, wie KI Systeme auf den Markt gebracht und genutzt werden dürfen. Sie ergänzt bestehende rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit, Transparenz und Verantwortlichkeit.

Die DSGVO bleibt weiterhin zentral, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wichtige Grundprinzipien gelten auch für KI Systeme und müssen von allen Verantwortlichen eingehalten werden. Diese umfassen unter anderem:
 
  • Definition personenbezogener Daten
  • Rechte Betroffener
  • Transparenzpflichten
  • Datenminimierung
  • Integrität und Vertraulichkeit der Daten
 

Wer ist zuständig und überwacht KI Systeme?

 
Die Aufsicht über KI-Systeme ist auf mehreren Ebenen organisiert:
 
  • Datenschutzbehörden prüfen die Einhaltung der DSGVO im KI Kontext.
  • Marktaufsichtsbehörden der EU überwachen Hochrisiko KI Systeme, die besonders weitreichend eingesetzt werden.
 
In Österreich fungiert die RTR GmbH als KI Servicestelle und bietet wertvolle Hilfestellungen für Anwender und Unternehmen.
 

Datenschutz in der Praxis: Was müssen Nutzer wissen? 

 
Als User von KI im Alltag sollten Sie KI-Gefahren frühzeitig erkennen und Ihre Rechte kennen und wahrnehmen:
 
  • Datenminimierung: Geben Sie nur so viele Informationen wie unbedingt nötig preis. Vermeiden Sie private Details in Prompts.
  • Transparenz prüfen: Nutzen Sie Tools, die offenlegen, wie Ihre Daten verarbeitet werden.
  • Widerspruch nutzen: Deaktivieren Sie in den Einstellungen der Anbieter die Option, Ihre Eingaben zum Training der KI zu verwenden.

Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr darüber, wie Sie KI-Apps sicher nutzen.
 

Mit kabelplus KI-Gefahren und Chancen erkennen

 
Künstliche Intelligenz bietet enorme Potenziale – von Effizienzsteigerung über innovative Services bis hin zur Automatisierung komplexer Aufgaben. Doch um diese auch sicher nutzen zu können, braucht es ein tiefergehendes Wissen um den Umgang mit Daten und den Schutz derselben. Wir wollen Sie dabei mit unseren Workshop-Angeboten unterstützen und Ihre digitalen Kompetenzen schärfen.
 
  • Wir bieten Workshops für alle Altersgruppen: In unseren Veranstaltungen „Jetzt kenn i mi aus"  vermitteln wir Ihnen fundiertes Wissen zu Computer, Smartphone, künstlicher Intelligenz und digitaler Sicherheit. Erfahrene Trainer zeigen Ihnen praxisnah, wie Sie sich sicher im Internet bewegen.
  • Umfangreiche Ratgeber: In unserem Ratgeberbereich Digitale Kompetenzen finden Sie regelmäßig neue Artikel zu aktuellen Themen der digitalen Welt. Von Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Techniken – wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu mehr digitaler Sicherheit.
 

FAQs zu Künstlicher Intelligenz und Datenschutz

 

Kann ich eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einbringen?

 Ja, wenn Sie glauben, dass ein KI-System Ihre personenbezogenen Daten rechtswidrig verarbeitet, können Sie eine Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzbehörde (z. B. der DSB in Österreich) einreichen. Die Behörde prüft dann, ob der Anbieter gegen die DSGVO verstößt.
 

Muss ich die DSGVO einhalten, auch wenn ich die KI nicht entwickelt habe?

Ja, sobald Sie eine KI nutzen, um personenbezogene Daten zu verarbeiten (z. B. Kunden- oder Mitarbeiterdaten), gelten Sie als "Verantwortlicher". Sie sind dann dafür zuständig, dass die Nutzung des Tools den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
 

Was hat KI mit Datenschutz zu tun?

KI-Modelle werden oft mit riesigen Datenmengen trainiert und verarbeiten im Betrieb kontinuierlich neue Informationen. Der Datenschutz stellt sicher, dass dabei Grundrechte gewahrt bleiben und keine sensiblen Informationen ohne Rechtsgrundlage genutzt oder zweckentfremdet werden.
 

Kann KI auf meine Daten zugreifen?

Nur wenn Sie der KI Zugriff gewähren, etwa durch das Hochladen von Dokumenten, die Eingabe von Prompts oder die Freigabe von Systemschnittstellen. Viele Anbieter nutzen diese Eingaben standardmäßig auch zur Verbesserung ihrer Modelle, sofern man dies nicht aktiv deaktiviert.
 

Ist der Einsatz von KI DSGVO-konform?

Der Einsatz kann konform sein, hängt aber stark von der Konfiguration und dem Verarbeitungszweck ab. Es erfordert meist eine Datenschutz-Folgenabschätzung, den Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen und die Einhaltung von Informationspflichten.
 

Ist es legal, jegliche Daten von KI bearbeiten zu lassen?

Nein, die Verarbeitung besonders schützenswerter Daten (z. B. Gesundheitsdaten oder Betriebsgeheimnisse) ist ohne explizite Einwilligung unzulässig. Es gilt der Grundsatz der Datenminimierung.
RASEND GUTER SERVICE.
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